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Schwerpunktthema: Wie wir arbeiten Erwerbstätige

Kurzfassung

Erwerbstätige sind alle in Deutschland gemeldeten Personen über 15 Jahre, die eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Die Wachstumsrate der Erwerbstätigen in Deutschland liegt bei jährlich 1 Prozent zwischen 2007 und 2017. Der Anstieg verteilt sich auf weite Teile Deutschlands, wobei die westdeutschen Länder und der Großraum Berlin die stärksten Anstiege verzeichnen.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, AK Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:S. Eichfuss, N. Blätgen

Langfassung

Erwerbstätige sind gemäß Definition der internationalen Arbeitsorganisationen alle inländischen, also in Deutschland gemeldeten, Personen über 15 Jahre, die eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit und unabhängig davon, ob sie die Tätigkeit im In- oder Ausland ausüben. Hierzu zählen sowohl Selbstständige als auch sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Beamtinnen und Beamte, Soldatinnen und Soldaten, Personen in Freiwilligendiensten sowie mithelfende Familienangehörige in Familienbetrieben. Der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder nimmt jährlich eine Schätzung der erwerbstätigen Personen am Arbeitsort auf Kreisebene vor.

Im Jahr 2017 gab es danach 44,3 Millionen Erwerbstätige in Deutschland. Seit 2007 ist die Anzahl um 3,9 Millionen Erwerbstätige gestiegen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von einem Prozent. Der Anstieg verteilt sich auf weite Teile Deutschlands, wobei die westdeutschen Bundesländer und der Großraum Berlin die stärksten Anstiege verzeichnen. Thüringen und Sachsen-Anhalt weisen hingegen geringe bis negative Raten auf.

Sehr hohe jährliche Zuwächse von 2,3 bis 3,5 Prozent haben Kreise mit Standorten großer Unternehmen in Oberbayern und Niedersachsen. Eine hohe Wachstumsdynamik verzeichnet zudem das Umland von Berlin. Ostdeutsche Landkreise in peripheren sowie grenznahen Regionen haben dagegen Erwerbstätige verloren. Dasselbe trifft auf Teile der altindustriell geprägten Kreise in Westdeutschland zu, die im strukturellen Wandel stehen. Der stärkste prozentuale Rückgang der Erwerbstätigenzahl pro Jahr ist in Kreisen Thüringens festzustellen.

Die Zunahme der erwerbstätigen Personen resultiert zum einen aus dem Anstieg der abhängigen Beschäftigung aufgrund der im Betrachtungszeitraum anhaltend guten Konjunktur. Zum anderen sind immer mehr Mütter mit kleinen Kindern erwerbstätig. Nicht zuletzt stellt der öffentliche Dienst wieder vermehrt ein.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, AK Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:S. Eichfuss, N. Blätgen
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