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Schwerpunktthema: Wie wir arbeiten Geringfügige Beschäftigung – Minijob

Kurzfassung

Eine geringfügige Beschäftigung ist eine Tätigkeit mit einem Arbeitsentgelt von maximal 450 Euro im Monat. Dabei unterscheidet die Statistik ausschließlich zwischen geringfügig Beschäftigten und geringfügig Beschäftigten im Nebenerwerb. Die Zahl der sogenannten Minijobberinnen und Minijobber ist seit 2014 konstant, variiert jedoch regional stark.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Beschäftigtenstatistik/Bundesagentur für Arbeit
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:S. Eichfuss, N. Blätgen, A. Milbert

Langfassung

Eine geringfügige Beschäftigung ist eine Tätigkeit mit einem Arbeitsentgelt von maximal 450 Euro im Monat (sogenannte Minijobs). Die Statistik unterscheidet dabei zwischen ausschließlich geringfügig Beschäftigten und geringfügig Beschäftigten im Nebenerwerb. Die Verteilung der Minijobs lässt sich in Privathaushalte und den gewerblichen Bereich differenzieren, wobei der gewerbliche Bereich den größeren Anteil ausmacht.

Insgesamt hatten 7,6 Millionen Menschen im Jahr 2018 einen Minijob. Diese Zahl ist seit 2014 recht konstant. In diesen vier Jahren kamen rund 68.000 geringfügig Beschäftigte hinzu. 4,7 Millionen dieser Minijobberinnen und Minijobber sind ausschließlich geringfügig beschäftigt. Entsprechend haben 2,83 Millionen erwerbstätige Personen zusätzlich zum Haupteinkommen einen Nebenjob mit maximal 450 Euro im Monat.

Die regionale Verteilung der Beschäftigten in Minijobs zeigt einen deutlichen Schwerpunkt in den westdeutschen Bundesländern. In den ostdeutschen Bundesländern ist der Anteil ausschließlich geringfügig Beschäftigter deutlich niedriger.

Gemessen an allen Erwerbstätigen variieren die Anteile der Personen, die ausschließlich in Minijobs arbeiten, regional stark. Beispielsweise sind es in Standorten der Autoindustrie in den westdeutschen Bundesländern sowie Dienstleistungs- und Pharmastandorten und einigen Hochschulstädten im Osten Deutschlands nur zwischen 5 und 6 Prozent. Hingegen weisen einige kleinere Kreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz die höchsten Werte zwischen mehr als 17 und fast 20 Prozent auf. Auf das gesamte Bundesland bezogen sind die Anteile in Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen am höchsten, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Stadtstaat Berlin am niedrigsten.

Ein Grund für die hohen Werte in den westdeutschen Bundesländern ist unter anderem die hohe Erwerbstätigkeit der Frauen in Minijobs, wohingegen in den ostdeutschen Bundesländern Frauen häufiger einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen.

 

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Beschäftigtenstatistik/Bundesagentur für Arbeit
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:S. Eichfuss, N. Blätgen, A. Milbert
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