Der Deutschlandatlas

Navigation und Service

Schwerpunktthema: Wie wir lernen Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren

Kurzfassung

Für Eltern werden Angebote für eine gute Kinderbetreuung immer wichtiger. In Deutschland wurden 2018 rund 789.000 Kinder unter drei Jahren in privaten oder öffentlichen Einrichtungen betreut. Das sind rund 33,6 Prozent in dieser Altersgruppe. Regional betrachtet werden in den ostdeutschen Bundesländern 51,5 Prozent der Kinder in Kindertagesstätten betreut. In westdeutschen Bundesländern ist die Quote mit 29,4 Prozent deutlich niedriger.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Statistik der öffentlich geförderten Kindertagespflege/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Blätgen, A. Milbert

Langfassung

Für immer mehr Eltern sind Betreuungsangebote auch für Kinder unter drei Jahren wichtig. Dies gilt insbesondere dann, wenn Großeltern und andere „erweiterte Familienmitglieder“ weit entfernt wohnen, während die Eltern selbst arbeiten oder in der Ausbildung sind. Hinzu kommen möglicherweise auch täglich weite (Arbeits-)Wege und damit verbunden längere Abwesenheiten. Die frühkindliche Bildung ist zudem ein wichtiger Baustein für die Bildungsbiografie von Menschen. Die Betreuungsquote beziffert den Anteil der in Kindertageseinrichtungen und in der öffentlich geförderten Kindertagespflege betreuten Kinder unter drei Jahren, gemessen an allen Kindern dieser Altersgruppe. 

In Deutschland wurden zum Stichtag 1. März 2018 rund 789.000 Kinder unter drei Jahren in privaten oder öffentlichen Einrichtungen betreut. Die Betreuungsquote dieser Altersgruppe beträgt damit rund 33,6 Prozent.

Die regionale Betrachtung zeigt, dass in den ostdeutschen Bundesländern 51,5 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe in Kindertagesstätten betreut werden. Die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind dabei mit Werten über 56 Prozent Spitzenreiter. In den westdeutschen Bundesländern beträgt die Quote hingegen nur 29,4 Prozent. Am niedrigsten ist sie in Nordrhein-Westfalen mit 27,2 Prozent, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Im südlichen Teil Bayerns gehen sogar weniger als 20 Prozent der Kinder unter drei Jahren in eine Kinderbetreuung.

Während in Westdeutschland 81,5 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut werden, sind es in den neuen Bundesländern 90,9 Prozent. Im Vergleich zu einer Kindertageseinrichtung spielt die öffentlich geförderte Kindertagespflege eine geringere Rolle.

Auch in der Ganztagsbetreuung werden Unterschiede zwischen Ost und West deutlich. Während in den ostdeutschen Bundesländern mehr als ein Drittel aller Kinder unter drei Jahren durchgehend mehr als sieben Stunden betreut wird, sind es in den westdeutschen Bundesländern nur 13,7 Prozent.

Die Zahl der erwerbstätigen Mütter mit Kleinkindern hat sich in den vergangenen Jahren in Ost- und Westdeutschland zwar angenähert, der Unterschied ist jedoch immer noch deutlich sichtbar. Ein Grund dafür ist das Nachwirken der Lebensmodelle aus der Zeit vor der Wiedervereinigung. In der DDR wurde die rasche Rückkehr von Müttern in den Beruf durch weitreichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten gefördert, praktisch jedes Kind ging in einen Kindergarten. In der BRD hingegen existierten bis dahin kaum Tagesstätten für Kinder unter drei Jahren.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Statistik der öffentlich geförderten Kindertagespflege/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Blätgen, A. Milbert
Zurück zur Kartenübersicht

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK