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Schwerpunktthema: Wie wir uns bewegen Pendeldistanzen und Pendlerverflechtungen

Kurzfassung

Eine Person wird als Pendlerin oder Pendler bezeichnet, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit vom Wohn- zum Arbeitsort eine Gemeindegrenze überschreitet. Im Jahr 2018 pendelten etwa 19,3 Millionen Menschen in Deutschland. Somit liegen für etwa 59,6 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Wohnort und der Arbeitsort in unterschiedlichen Kommunen. Gegenüber dem Jahr 2008 stieg die Zahl um 20,4 Prozent.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Pendlerverflechtungsmatrix der Bundesagentur für Arbeit
Geometrische Grundlage:VG250 (Gemeindeverbände), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:T. Pütz

Langfassung

Eine Person wird als Pendlerin oder Pendler be­zeich­net, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit vom Wohn- zum Arbeitsort eine Ge­mein­de­grenze über­schreitet.

Die Zahl der Pendelnden in Deutschland ist von 14,9 Millionen im Jahre 2000 auf 19,3 Millionen im Jahr 2018 ge­stie­gen. In­zwischen lie­gen damit für etwa 59,6 Prozent der sozial­versiche­rungspflich­tig Beschäf­tigten der Wohnort und der Arbeits­ort in unter­schied­lichen Kom­munen. Dass immer mehr Men­schen zur Ar­beit pen­deln, liegt auch an einem deut­lichen Be­schäf­tigten­zu­wachs in den vergangenen Jahren: Waren es im Jahr 2000 noch rund 27,7 Millionen sozial­ver­siche­rungs­pflich­tig Be­schäf­tigte, so sind es 2018 bereits rund 32,4 Millionen, mit weiter stei­gen­der Ten­denz. Gegen­über dem Jahr 2008, als es etwa 16 Millionen Pendelnde gab, hat sich die Zahl der sozial­ver­sicherungs­pflichtig Beschäf­tigten um 18,5 Prozent erhöht, die Zahl der Pendeln­den jedoch um 20,4 Prozent.

Entwicklung von Beschäftigung, Pendeln und Pendeldistanzen 2000 bis 2018 Entwicklung von Beschäftigung, Pendeln und Pendeldistanzen 2000 bis 2018
Entwicklung von Beschäftigung, Pendeln und Pendeldistanzen 2000 bis 2018 Quelle: Pendlerverflechtungsmatrix der Bundesagentur für Arbeit

Die durchschnittliche Distanz, die täglich zum Arbeits­ort zurück­gelegt werden muss, ist zwischen 2008 und 2018 dagegen nur noch leicht gestiegen. Lag sie im Jahr 2008 noch bei 16,6 Kilo­metern, beträgt sie nun im Mittel 16,9 Kilo­meter. Etwa 20 Prozent aller Beschäf­tigten müssen mehr als 30 Kilo­meter zum Arbeits­ort zurücklegen. Für knapp 11 Prozent der Beschäf­tigten beträgt der ein­fache Arbeits­weg sogar mehr als 50 Kilo­meter. Beson­ders lange Distanzen müssen die Beschäf­tigten auf sich nehmen, die in dünn besiedelten Räu­men le­ben. Dies be­trifft ins­beson­dere den Nord­osten Deutschlands, aber auch die Regionen im weiteren Umland der großen Ballungs­räume, wo es auf­grund der geringen Konzen­tration der Arbeits­plätze starke Pendler­verflechtungen mit den Ballungs­räumen gibt. So befinden sich 40,8 Prozent aller sozial­versicherungs­pflich­tigen Arbeits­plätze in Deutschland in den 80 Groß­städten mit mehr als 100.000 Einwoh­nerin­nen und Ein­woh­nern. Ins­gesamt kommen über 6,3 Millionen Per­sonen, die in diesen 80 Groß­städten arbei­ten, aus anderen Gemein­den. In einigen Metro­polen liegt der Anteil der­jenigen, die zum Arbei­ten von außer­halb in die Stadt kommen, sogar bei 60 Prozent und mehr.

Zunehmend pendeln die Beschäftigten nicht nur aus dem Umland in die Groß­städte, sondern auch zwischen Groß­städten. Dies betrifft mit stei­gen­der Ten­denz seit dem Jahr 2000 etwa ein Fünftel der Ein­pend­lerinnen und Ein­pendler in die Groß­städte. Gleich­zeitig ist allerdings auch die Zahl der Arbeits­kräfte, die aus den Groß­städten zur Arbeit ins Umland pen­deln, von 1,2 Millionen auf 1,9 Millionen deutlich an­ge­stie­gen.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Pendlerverflechtungsmatrix der Bundesagentur für Arbeit
Geometrische Grundlage:VG250 (Gemeindeverbände), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:T. Pütz
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