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Schwerpunktthema: Wie wir uns bewegen Erreichbarkeit des Öffentlichen Verkehrs (Haltestellen)

Kurzfassung

Der Öffentliche Verkehr (ÖV) ist von zentraler Bedeutung, um die Mobilität aller Menschen sicherzustellen und Voraussetzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zur Versorgung und für die Chancengleichheit. Der Anteil der Bevölkerung, der innerhalb eines 600-Meter-Radius um eine Haltestelle mit mindestens 20 Abfahrten am Tag oder innerhalb eines Radius von 1.200 Meter um einen Bahnhof lebt, liegt bundesweit bei rund 90 Prozent.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Abfahrtstatistik der Hacon Ingenieurgesellschaft mbH, Bevölkerungszahlen im 100-m-Raster Grundlage infas360 GmbH
Geometrische Grundlage:VG250 (Gemeindeverbände), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:T. Pütz

Langfassung

Der Öffentliche Verkehr (ÖV) ist von zentraler Bedeutung, um die Mobilität aller Menschen sicherzustellen. Insbesondere für Personengruppen, die nicht mit dem Auto fahren, ist das vorhandene Angebot des ÖV Voraussetzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zur Versorgung und für die Chancengleichheit (etwa das Erreichen von Bildungseinrichtungen und Arbeitsplätzen).

Als komfortabler Zugang zum ÖV wird die fußläufige Erreichbarkeit einer Haltestelle mit einem Mindestangebot an Fahrtmöglichkeiten im Verlauf eines Tages betrachtet. In den „Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs“ werden Richtwerte für Haltestelleneinzugsbereiche in Abhängigkeit von Siedlungsstruktur und der jeweiligen Qualität des ÖV-Angebots zwischen 300 Metern und 1.200 Metern genannt. Ein Radius von 600 Metern entspricht dabei einem 8- bis 10-minütigen Fußweg, der zur Erreichung einer Bushaltestelle noch als zumutbar gilt. Für das Erreichen einer Haltestelle mit einem höherwertigen ÖV-Angebot werden dagegen auch noch weitere Distanzen in Kauf genommen. Hinsichtlich der Bedienungshäufigkeit wurde ein Schwellenwert von 20 Abfahrten zugrunde gelegt, um so ein Mindestangebot von einer Fahrt je Stunde und Fahrtrichtung während der Hauptverkehrszeit von 7:30 Uhr bis 17:30 Uhr abzubilden.

Auf der Karte wird abgebildet, wie groß der Anteil der Bevölkerung ist, der innerhalb eines 600-Meter-Radius um eine Haltestelle des ÖV mit mindestens 20 Abfahrten pro Werktag oder innerhalb eines Radius von 1.200 Metern um einen Bahnhof mit S-Bahn-, Regionalbahn- oder Fernbahnverkehr mit derselben Bedienungshäufigkeit lebt. Im Jahr 2018 lag dieser bundesweit bei rund 90 Prozent.

Erreichbarkeit von Haltestellen und Bahnhöfen im öffentlichen Verkehr 2018 Erreichbarkeit von Haltestellen und Bahnhöfen im öffentlichen Verkehr 2018
Erreichbarkeit von Haltestellen und Bahnhöfen im öffentlichen Verkehr 2018

In den einzelnen Regionen gibt es stärkere Abweichungen vom Bundesdurchschnitt. Insbesondere die ländlichen Regionen Bayerns, der Westen Niedersachsens, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz sowie die Randgebiete Brandenburgs weisen niedrigere Werte auf. Dagegen ist der Anteil der Bevölkerung, der über einen komfortablen Zugang zu Haltestellen und damit zu öffentlichen Verkehrsangeboten verfügt, in vielen Bundesländern sehr hoch. Dies ist beispielsweise in Baden-Württemberg, Saarland, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen der Fall. In den drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen liegt die Erreichbarkeit bei annähernd 100 Prozent.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Abfahrtstatistik der Hacon Ingenieurgesellschaft mbH, Bevölkerungszahlen im 100-m-Raster Grundlage infas360 GmbH
Geometrische Grundlage:VG250 (Gemeindeverbände), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:T. Pütz
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