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Schwerpunktthema: Wie wir uns bewegen Erreichbarkeit Zentraler Orte

Kurzfassung

Gemeinden, die als Zentrale Orte ausgewiesen sind, stellen die Versorgung ihrer eigenen sowie der Bevölkerung ihres Umlands mit den für den Alltag notwendigen Dingen und Dienstleistungen sicher. Je nach Kapazität der zentralen Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen wird in Ober-, Mittel- und Grundzentren differenziert. Bundesweit erreichen 97,5 Prozent der Bevölkerung das nächste Mittel- oder Oberzentrum innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit mit dem Pkw.

Datenbasis:BBSR Erreichbarkeitsmodell, Pläne und Programme der Länder, Bevölkerungszahlen im 100-m-Raster Grundlage infas360 GmbH
Geometrische Grundlage:VG250 (Gemeindeverbände), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:T. Pütz

Langfassung

Die Landesplanungen weisen Gemeinden als sogenannte „Zentrale Orte“ aus und ordnen ihnen damit bestimmte überörtliche Versorgungs- und Entwicklungsfunktionen zu. Die Zentralen Orte sollen die Versorgung ihrer eigenen Bevölkerung sowie die ihres Umlands mit den für den Alltag notwendigen Gütern und Dienstleistungen sicherstellen und somit im Bereich der Daseinsvorsorge gleichwertige Lebensverhältnisse in den Teilräumen gewährleisten. Das System der Zentralen Orte unterscheidet dabei im Wesentlichen drei Funktionsstufen, wobei das Angebot in Oberzentren umfassender ist als das in Mittelzentren und das Angebot in Mittelzentren wiederum umfassender ist als das in Grundzentren. Zu den typischen Einrichtungen in Mittelzentren gehören weiterführende allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, Krankenhäuser der Grundversorgung und fachärztliche Praxen, Kreisverwaltungen und andere Behörden wie zum Beispiel Außenstellen der Finanzverwaltung und der Bundesagentur für Arbeit. In den Oberzentren zählen Universitäten, Krankenhäuser der Maximalversorgung, hochrangige Kultur- und Sporteinrichtungen sowie obere Landesbehörden zu den typischen Einrichtungen.

Im Juni 2019 waren in Deutschland 1.109 Mittel- und Oberzentren ausgewiesen. Für die Bevölkerung, die außerhalb dieser Zentren lebt, ist eine gute Erreichbarkeit zu den zentralörtlichen Einrichtungen wichtig. Der Indikator „Erreichbarkeit Zentraler Orte“ misst die Pkw-Fahrzeit zum Stadtzentrum des nächsten Ober- oder Mittelzentrums in Minuten.

Bundesweit erreichen 97,5 Prozent der Bevölkerung das nächste Mittel- oder Oberzentrum innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit auf der Straße (individuell motorisiert). Innerhalb von 30 Minuten erreichen fast alle (99 Prozent der Bevölkerung) auf diese Weise ein Mittel- oder Oberzentrum.

Die Erreichbarkeit insbesondere in Nordrhein-Westfalen, aber zum Beispiel auch in Hessen und Bayern ist für die Bevölkerung auch außerhalb der Zentren sehr gut. Hingegen kann das nächste Mittel- oder Oberzentrum in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns, Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Brandenburgs nur mit einem höheren Fahrtaufwand erreicht werden. Dies betrifft ebenso den nördlichen Teil von Sachsen-Anhalt. Insofern müssen die Menschen in vielen ostdeutschen Regionen hohe Fahrtzeiten zum nächsten höherrangigen Zentralen Ort auf sich nehmen. Dies sind meist auch Regionen mit sehr geringer Bevölkerungsdichte.

Datenbasis:BBSR Erreichbarkeitsmodell, Pläne und Programme der Länder, Bevölkerungszahlen im 100-m-Raster Grundlage infas360 GmbH
Geometrische Grundlage:VG250 (Gemeindeverbände), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:T. Pütz
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