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Schwerpunktthema: Wie wir wohnen Mieten

Kurzfassung

In Deutschland leben rund 54 Prozent der Haushalte zur Miete. Laut Statistischem Bundesamt stellt die Miete den größten Ausgabeposten vieler Haushalte dar. Regional bestehen große Preisunterschiede. Bei angespannten Märkten sind die Angebotsmieten meist höher als die Bestandsmieten (bestehende Mietverträge). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Angebotsmieten 2019 etwas verhaltener um 4,2 Prozent gestiegen. Vor allem in Großstädten hat sich der Mietenanstieg verlangsamt, liegt dort aber immer noch etwas höher als in den ländlichen Kreisen.

Datenbasis:BBSR-Wohnungsmarkbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Brack, J. Nielsen, A. Schürt

Langfassung

In Deutschland leben rund 54 Prozent der Haushalte zur Miete – ein im europäischen Vergleich hoher Wert: Im EU-Durchschnitt sind es weniger als 30 Prozent. Mieten stellen laut Statistischem Bundesamt den größten Ausgabe­posten vieler Haushalte dar. Die Höhe und die Entwicklung der Wohnungs­mieten sind deshalb für die Menschen besonders wichtig. Sie sind regional sehr unter­schied­­lich. Je nach Wohnungs­segment, Ausstattung und Lage können die Mieten auch innerhalb der Städte und Land­kreise stark variieren.

Die in der Karte dargestellten Angebots­mieten sind durchschnittliche Mieten für Wohnungen, die in einem Kreis oder in einer kreis­freien Stadt über Wohnungsinserate nach Mieter­wechsel in beste­hen­den Gebäuden oder zum Erst­bezug in neuen Gebäuden angeboten werden. Sie lagen 2019 bundesweit im Schnitt bei 8,76 Euro pro Quadratmeter. Die An­gebots­­mieten können sich von den durch­schnittlichen Mieten be­ste­hen­der Miet­ver­­hältnisse (Bestandsmieten) erheblich unter­­schei­den.

Generell ist der Anteil der zur Miete lebenden Haushalte in den Städten deutlich höher als in sub­urbanen und vor allem länd­lichen Räumen, da hier der Eigen­heimanteil höher ist. Besonders hohe Angebots­mieten haben die Ballungs­zentren und das Um­land der großen Städte zu verzeichnen. Sie sinken mit steigender Entfernung zu den Kern­städten ab. In den 14 deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegen die Angebotsmieten bei durch­schnittlich 11,73 Euro pro Quadrat­meter (nettokalt). Sie sind damit gut 30 Prozent höher als der bun­des­­weite Durchschnitt.

Demgegenüber stehen zahlreiche Landkreise mit Angebots­mieten von unter 6,50 Euro pro Quadrat­meter. Dabei handelt es sich vielfach um ländlich geprägte Kreise mit sinkenden Bevölkerungs­zahlen und über­durch­schnitt­lichen An­teilen von Wohnungs­leer­ständen. Außer in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein sind diese in allen Flächenländern zu finden, besonders in den ost­deutschen Bundes­ländern. Relativ niedrige Mieten verzeichnen auch Städte mit Struktur­problemen, zum Beispiel im Ruhrgebiet und im Saarland.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mieten inserierter Wohnungen 2019 etwas verhaltener um 4,2 Prozent gestiegen. Vor allem in Groß­städten hat sich der Mietenanstieg verlangsamt, liegt dort aber immer noch etwas höher als in den länd­lichen Kreisen. Die Miet­entwicklungen in bestehen­den Miet­ver­hält­nissen, die weit­aus mehr Haus­halte betreffen, sind deutlich moderater. Laut Mietenindex des Statistischen Bundes­amtes sind diese in 2019 bundes­weit um 1,4 Prozent gestiegen.

Angebotsmieten inserierter Wohnungen 2004 bis 2019 Angebotsmieten inserierter Wohnungen 2004 bis 2019
Angebotsmieten inserierter Wohnungen 2004 bis 2019

Anmerkungen: Große kreisfreie Großstädte = mindestens 500 Tsd. Einwohner/-innen.
Die Angebotsmieten basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und Internetangeboten von Tageszeitungen für Erst- und Wiedervermietungen von Wohnungen. Dargestellt werden Nettokaltmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen zwischen 40 und 130 m². Mieten aus bestehenden Mietverträgen gehen nicht mit ein.

Datenbasis:BBSR-Wohnungsmarkbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Brack, J. Nielsen, A. Schürt
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