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Schwerpunktthema: Wo wir leben Bevölkerungsentwicklung

Kurzfassung

Die Bevölkerungsentwicklung bildet sowohl die Zahl der Zu- und Abwanderungen als auch die natürliche Bevölkerungsveränderung durch Geburten und Sterbefälle einer Gemeinde ab. Auffallend ist, dass Gemeinden in westdeutschen Bundesländern zwischen 2013 und 2018 einen Bevölkerungszuwachs erfahren haben, wohingegen Kommunen in ostdeutschen Bundesländern rückläufige Bevölkerungszahlen verzeichnen.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes des Bundes und der Länder/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Gemeinden), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Blätgen, A. Milbert

Langfassung

Die Bevölkerungsentwicklung bildet sowohl die Zahl der Zu- und Abwan­derungen als auch die natürliche Bevöl­kerungs­ver­än­derung durch Gebur­ten und Sterbe­fälle einer Gemeinde ab.

Die Entwicklung der Gesamt­bevölkerung wird als ein wichtiger Grad­messer für die allge­meine Ent­wick­lung einer Stadt, Land­gemein­de oder Region angesehen. Eine Abnahme der Bevöl­kerung kann Folge ungünstiger wirt­schaft­licher Ent­wick­lungen sowie weniger guter Infrastruk­turen und Ange­bote sein, wäh­rend eine Be­völkerungs­­zu­nah­me in der Regel auf wirt­schaft­liche Prosperität und attrakt­ive Lebens­ver­hält­nisse hin­weist.

Die bundes­deutsche Bevölkerung hat seit der Jahr­tausendwende bis 2018 um 759.000 Einwoh­nerin­nen und Einwoh­ner zu­genom­men; das ent­spricht knapp einem Prozent. Aller­dings gab es zwischen 2002 und 2010 eine Phase des Bevöl­kerungs­­rück­gangs. Zwischen 2013 und 2018 ist die Bevöl­kerung um mehr als zwei Millionen Men­schen gewach­sen, was jedoch aus­schließ­lich auf die Netto­­zu­­wan­derung (Zahl der in diesen Jahren zu­ge­wan­der­ten Per­sonen ab­züglich der ab­ge­wan­der­ten Per­sonen) zurück­zu­füh­ren ist. Ohne Wan­derungs­­ge­winne wür­de die Bevölkerung schon seit An­fang der 1970er Jahre schrumpfen, da seither jähr­lich mehr Men­schen ster­ben als ge­boren wer­den.

In ganz Deutsch­land ist zu beobach­ten, dass sich das Bevöl­kerungs­­wachs­tum auf die Groß­städte, ihr Umland und prosperie­rende länd­liche Räume konzen­triert. Viele Gemein­den in den west­­deutschen Bundes­­län­dern haben in den ver­gangenen sechs Jahren einen Be­völ­kerungs­zuwachs erfah­ren. Dies betrifft viele Kommunen in Bayern und Baden-­Württemberg, aber auch in Nordrhein-­Westfalen und im west­­lichen Nieder­­sachsen. In der Mehrheit der Regionen Ost­­deutschlands, aber auch eini­gen länd­lichen Regionen West­­deutsch­lands sinkt die Be­völ­kerungs­­zahl. In den ost­deutschen Bundes­länd­ern findet nur in den Städten, dem Berliner Um­land sowie an der Ost­see­­küste Be­völ­kerungs­­wachs­tum statt.

Von den etwa 11.000 Ge­mein­den in Deutsch­land sind in den Jah­ren von 2013 bis 2018 un­gefähr 5.700 gewach­sen, bei 400 stagnierte die Ein­wohner­zahl und in 4.900 Ge­mein­den hat sie ab­ge­nom­men. Zu be­ach­ten ist hier­bei aber die sehr unter­­schied­liche Gemein­de­­strukt­ur zwischen den Län­dern. Wäh­rend zum Beispiel Nordrhein-­­Westfalen mit rund 18 Millionen Ein­wohnerin­nen und Ein­wohnern in 396 Ge­mein­den geglie­dert ist, verfügt Rhein­land-Pfalz bei rund 4,1 Millionen Ein­woh­nerin­nen und Ein­woh­nern über mehr als 2.000 Orts­­ge­mein­den. Bei Gemein­den mit sehr geringer Ein­wohner­­zahl kann ein geringer abso­luter Wert statistisch bereits zu einer hohen relativen Ver­änderungs­­rate führen.

Bevölkerungsentwicklung 2013 bis 2018 Bevölkerungsentwicklung 2013 bis 2018
Bevölkerungsentwicklung 2013 bis 2018
Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes des Bundes und der Länder/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Gemeinden), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Blätgen, A. Milbert
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