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Schwerpunktthema: Wo wir leben Binnenwanderung

Kurzfassung

Der Binnenwanderungssaldo misst die Differenz zwischen den Zu- und Fort­zügen von beziehungs­weise in andere Städte und Land­kreise innerhalb Deutsch­lands. 2018 wechselten knapp 2,8 Millionen Personen ihren Wohnsitz über die Kreisgrenzen innerhalb Deutsch­lands. Große Städte weisen häufig negative Bilanzen auf, während die jeweiligen Umlandkreise Binnenwanderungsgewinne verzeichnen. 

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Wanderungsstatistik des Bundes und der Länder/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Blätgen, A. Milbert

Langfassung

Der Binnenwanderungssaldo bezeichnet die Differenz zwischen den Zuzügen und den Fort­zügen von beziehungs­weise in andere Städte und Landkreise innerhalb Deutsch­lands. Er zeigt an, inwieweit eine Region Einwohnerinnen und Einwohner aus anderen Regionen gewinnt oder an sie verliert. In Deutsch­land wird das Binnen­wanderungs­geschehen vor allem von den regionalen Arbeits-, Bildungs- und Wohnungs­märkten, aber auch von der Verkehrs­anbindung der Wohn­orte bestimmt.

Im Jahr 2018 wechselten knapp 2,8 Millionen Personen ihren Wohnsitz über die Kreisgrenzen innerhalb Deutsch­lands. Dabei ver­zeich­neten die größten Wanderungs­gewinne die Bundesländer Brandenburg (14.400 Personen), Bayern (8.500 Personen) und Schleswig-Holstein (8.200 Personen). Die hohen Gewinne Brandenburgs und Schleswig-Holsteins stammen überwiegend aus Berlin und Hamburg.

Generell fällt auf, dass die Wanderungssalden der großen Städte häufig negativ sind, während die Umland­kreise positive Salden verzeichnen. Das heißt, dass mehr Menschen aus den Städten weg­ziehen als hinzuziehen, und zwar meist in deren direktes Umland.

Wanderungen sind stark alters­abhängig. Die Binnen­wanderungen werden deshalb auch durch die Alters­struktur der Bevölkerung geprägt. Die Wanderungs­muster bleiben über die Zeit verteilt allerdings relativ konstant. Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren sind hochmobil und ziehen vorwiegend in die Groß- und Universitäts­städte. Folglich weisen die meisten anderen Regionen für diese Alters­gruppe negative Salden auf. Familien­wanderungen (Kinder bis 17 Jahre und Erwachsene zwischen 30 und 49 Jahren) finden überwiegend in das Umland der Städte statt. Die stadtaffine junge Bevölkerung kann die zahlenmäßig stärkeren Fortzüge der Familien aus den Städten nicht kompensieren. Ältere Menschen sind vergleichsweise sesshaft und ziehen seltener um.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Wanderungsstatistik des Bundes und der Länder/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Blätgen, A. Milbert
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