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Schwerpunktthema: Wo wir leben Zu- und Abwanderung

Kurzfassung

Der Außenwanderungssaldo erfasst die Differenz aus Zu- und Abwanderung aus dem Ausland beziehungsweise in das Ausland. In 2018 gab es deutschlandweit 1,6 Millionen Zuzüge aus dem Ausland und 1,2 Millionen Fortzüge in das Ausland. Beim Zuzug handelte es sich überwiegend um Bürgerinnen und Bürger aus der Europäischen Union. Auf regionaler Ebene fallen vor allem die Wanderungsbewegungen durch Schutzsuchende ins Gewicht.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Wanderungsstatistik des Bundes und der Länder/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Blätgen, A. Milbert

Langfassung

Der Außenwanderungssaldo ist die Differenz zwischen Zu- und Abwanderung über die Außengrenzen Deutschlands hinweg.

Im Jahr 2018 sind rund 1,6 Millionen Menschen nach Deutschland zugezogen und rund 1,2 Millionen Menschen fortgezogen, was einen Wanderungsüberschuss von etwas weniger als 400.000 Personen ausmacht. Die Zuzüge sind zu fast 90 Prozent auf Personen mit ausländischem Pass zurückzuführen. Unter den Fortzügen ins Ausland sind nur etwas mehr als 75 Prozent ausländische Staatsangehörige. Insgesamt wächst Deutschland folglich mehrheitlich durch die Zuwanderung ausländischer Personen. Dabei handelt es sich größtenteils um Bürgerinnen und Bürger aus der Europäischen Union, gefolgt von Staatsangehörigen aus Asien, den sonstigen europäischen Ländern und Afrika.

Kreise in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen profitieren derzeit am meisten von der Zuwanderung aus dem Ausland, allerdings nicht mehr so stark wie noch in vorherigen Jahren. Bundesweit sind vor allem Städte die Ziele der Zuwandernden. Sie fungieren als Ankunftsorte, nicht nur für geflüchtete Menschen, sondern auch für Zuwandernde aus der EU und anderen Staaten. Viele ländliche Kreise in Ostdeutschland sowie in Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weisen hingegen nur geringe Außenwanderungsüberschüsse auf. Außenwanderungsdefizite haben nur wenige Landkreise zu verzeichnen.

In der Statistik fallen in einigen Landkreisen vor allem die Wanderungsbewegungen durch Schutzsuchende ins Gewicht. In diesen Landkreisen verzeichnen die Gemeinden mit Erstaufnahmeeinrichtungen zunächst viele Zuzüge aus dem Ausland und damit einen stark positiven Außenwanderungssaldo. Zeitversetzt kann dies mit einem negativen Binnenwanderungssaldo einhergehen, wenn Schutzsuchende aus den Erstaufnahmeeinrichtungen später auf andere Gemeinden verteilt werden.

Datenbasis:Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Wanderungsstatistik des Bundes und der Länder/Regionaldatenbank Deutschland
Geometrische Grundlage:VG250 (Kreise), 31.12.2018 © GeoBasis-DE/BKG
Bearbeitung:N. Blätgen, A. Milbert
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